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Kartentelefon

Ferdinand von Schirach

3 | GOTT
Schauspiel. 
Premiere | Donnerstag 29. Oktober 2020 | 20 Uhr
Vorstellungsdauer | NN.
 
Wer bestimmt, wie wir leben wollen? Und wie wir sterben wollen? Was geschieht, wenn äußere Umstände wie Krankheiten, Unfälle, Kriege oder andere Anlässe uns das Recht nehmen, in Würde zu sterben? Können wir dann nicht selbst entscheiden, wann und wie wir sterben? Und ist es nicht ebenso unser Recht, dafür Hilfe in Anspruch zu nehmen? Richard Gärtner ist zwar
alt, aber körperlich wie geistig vollkommen gesund. Doch seit dem Tod seiner Frau will Gärtner nicht mehr leben. Mit einem Medikament will er selbstbestimmt aus dem Leben scheiden. Doch ist das rechtens? Eine Kommission aus Medizinern, Theologen, Ethikern und Politikern berät sich darüber, ob Gärtner bei seinem Suizid geholfen werden darf . . .

Ein hochaktuelles Thema mit gesellschaftspolitischer Brisanz über die Rechtfertigung von Sterbehilfe, das zeitgleich danach fragt, wie wir leben und wie wir sterben wollen.

Mit GOTT legt der Jurist und Erfolgsautor Ferdinand von Schirach (Schuld, Kaffee & Zigaretten) nach TERROR das zweite Theaterstück seiner Trilogie über (rechts-)philosophische Fragen vor. Wie schon in seinem Debut lässt von Schirach das Publikum über den Ausgang dieses moralischen Grundkonfliktes selbst entscheiden. Die Uraufführung sollte im April 2020 zeitgleich am Berliner Ensemble und am Düsseldorfer Schauspielhaus stattfi nden und wurde aufgrund der Pandemie auf September 2020 verlegt.

In seinem Urteil vom 26.2.2020 hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass "die Freiheit sich das Leben zu nehmen, [...] auch die Freiheit [umfasst], hierfür bei Dritten Hilfe zu suchen und Hilfe, soweit sie angeboten wird, in Anspruch zu nehmen." Das Gericht beauftragte die Bundesregierung, bis zum 26.2.2021 hierfür ein Gesetz zu verabschieden. Ein an Aktualität nicht zu überbietender Stoff.
 
Inszenierung | Meinhard Zanger
Bühne & Kostüme 
| N.N.