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Das Philosophische Café

Philo-Cafe web

Prof. Dr. Christa Runtenberg, 
 ehemals von der Westfälischen Wilhelms-Universität, jetzt an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, und WBT-Intendant Meinhard Zanger laden Sie zum gemeinsamen Philosophieren ein. Im PHILOSOPHISCHEN CAFÉ wird an fünf Sonntagen in der Spielzeit in gemütlicher Atmosphäre eine anspruchsvolle Form populärwissenschaftlichen, angewandten Philosophierens stattfinden und gelebt. Philosophische Fragen und Probleme, die relevant sind in der alltäglichen Lebenswelt werden durchdacht, diskutiert, reflektiert. Auch existentielle Themen und Fragen werden erörtert und aufgegriffen. DAS PHILOSOPHISCHE CAFÉ versteht sich als ein Ort, an dem das Selbstdenken der Philosophierenden im Mittelpunkt steht. Philosophische Perspektiven, Deutungsangebote, Bilder, Selbstverständnisse in Bezug auf bestimmte Fragen und Probleme werden aufgedeckt und reflektiert.

DAS PHILOSOPHISCHE CAFÉ ist ein Ort, an dem auch verschiedene Formen, Weisen, Techniken und Medien des Philosophierens zum Einsatz kommen wie Textdiskussionen, eigenes Schreiben, die Debatte und Argumentation, Vorträge mit Diskussion, philosophieren im "open space" und vieles mehr. Verschiedene Referenten und Referentinnen, Experten und Expertinnen werden die jeweiligen Termine gestalten.

Der Eintritt ist frei
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Spielzeit 2019 | 20

26 | "Kwant oder Kant" - Autonomie in der Digitalen Transformation?
mit
Prof. Dr. Christa Runtenberg
Sonntag, 6. Oktober 2019 | 11 Uhr

Im Stück DIE MITWISSER werden die Ambivalenzen, die durch die Digitalisierung unsere Lebenswirklichkeit immer mehr bestimmen, erzählerisch aufs Korn genommen. Kwant, der digitale Helfer in allen Lebenslagen, konkurriert mit Ideen von Kant, der die Autonomie des Menschen begründet hat. Im Philosophischen Café werden die Gefahren einer vollständig „kwantifizierten Welt“ und Spielräume für Mündigkeit in der Digitalen Transformation ausgelotet und diskutiert.

27 | Ich liebe "Ich will, dass Du bist" - Liebe denken mit Hannah Arendt

mit Lena Westerhorstmann und Prof. Dr. Christa Runtenberg
Sonntag, 1. Dezember 2019 | 11 Uhr

Von kaum einem anderen Lebensbereich wird so viel persönliches Glück, Lebenssinn und Erfüllung aller Hoffnungen und Wünsche erwartet wie von der Liebe. Umgekehrt gilt: In kaum einem anderen Lebensbereich klaffen Anspruch und Wirklichkeit, Ideal und Realität so weit auseinander. Aber was genau verstehen wir eigentlich unter „Liebe“? Und wie könnte uns ausgerechnet Hannah Arendt, die vor allem für ihre politische Theorie bekannt ist, bei der Beantwortung dieser Frage helfen? Diesen Fragen soll gemeinsam mit Lena Westerhorstmann nachgegangen werden.

28 | "Ein Blick hinter die Maske" - Philosophie von Superhelden
mit
Paul Blattner und Prof. Dr. Christa Runtenberg
Sonntag, 2. Februar 2020 | 11 Uhr

Eine Welt ohne Superhelden ist heute kaum noch vorstellbar. Jeden Tag kämpfen Superman, Batman, Spiderman und Freunde selbstlos und unermüdlich gegen das Böse, in Comics, Serien, Filmen oder als Actionfiguren im Wohnzimmer. Aus großer Kraft folgt nun mal große Verantwortung. Aber wie viel Freiheit steckt noch im endlosen Kampf gegen das Böse? Und wie moralisch sind diese Helden eigentlich, die sich nicht an Gesetze binden lassen? Welche Belastung geht mit einer Doppelidentität einher und gäbe es den Joker auch ohne Batman? An diesem Sonntag widmen wir uns diesen modernen Helden und wagen einen philosophischen Blick hinter ihre Masken.

29 | "Ich als jemand anderes?" - Personale Identität zwischen Kontinuität und Konstruktion
mit
Kerstin Gregor und Prof. Dr. Christa Runtenberg
Sonntag, 5. April 2020 | 11 Uhr

In Kleists DIE MARQUISE VON O. wandelt sich die Titelfigur von einer völlig abhängigen, untergeordneten Frau zu einer zwischenzeitlich selbstständigen und durchaus emanzipierten Person. Was bringt uns hier eigentlich auf die Idee, dass sie am Schluss immer noch dieselbe ist? Oder anders gefragt: Was hat mein heutiges Ich überhaupt mit der Person zu tun, die ‚ich‘ vor 10, 20, 30 Jahren war? An diesem Sonntag hinterfragen wir den vermeintlich selbstverständlichen Glauben an die eigene (personale) Identität mittels beispielhafter Szenarien und reflektieren mögliche Folgen für das menschliche Zusammenleben.

30 | "Philosophieren mit Songs und Songtexten"
mit
Dr. Sebastian Laukötter und Prof. Dr. Christa Runtenberg
Sonntag, 7. Juni 2020 | 11 Uhr

Auch in Songtexten werden philosophische Probleme thematisiert. Songs lassen sich sehr gut zum Ausgangspunkt philosophischer Fragestellungen machen. Auch in dieser Reihe des Philosophischen Cafés wird Dr. Sebastian Laukötter wieder Songs auf der Bühne im musikalischen Vortrag zu Gehör bringen, um anschließend die philosophischen Aspekte ihrer Texte und ihrer musikalischen Umsetzung zu diskutieren.


 
 
Christoph Gilsbach