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Kartentelefon

Jan Weiler

3 | EINGESCHLOSSENE GESELLSCHAFT
Gesellschaftssatire.
Uraufführung.

Premiere | Donnerstag, 10. November 2022
Vorstellungsdauer | NN.

 

Die Geschichte spielt an einem Freitagnachmittag im Lehrerzimmer des städtischen Rudi-Dutschke-Gymnasiums. Sechs Lehrerinnen und Lehrer sitzen dort aus unterschiedlichen Gründen noch herum und sind sich mehr oder weniger grün. Da stört der Vater eines Schülers die trostlose Szene und verlangt, dass die Lehrkräfte über die Lateinnote und damit gefährdete Abi-Zulassung seines Sohnes diskutieren sollen. Und als die das nicht wollen, nimmt er sie kurzerhand in Geiselhaft und zwingt sie mit Waffengewalt zu einer sehr eigenwilligen Zeugniskonferenz.

Wie in Sartres »Geschlossene Gesellschaft« sind die Mitspieler ohne Fluchtmöglichkeit dazu verdammt, sich miteinander zu beschäftigen. Schon bald bröckeln die bürgerlichen Fassaden und immer mehr persönliche Abgründe treten zutage. Am Ende steht die Frage im Raum, ob diese Menschen überhaupt dazu berechtigt sind, über einen Schüler zu richten . . .

Eine tiefschwarze Komödie, in der das Lehrerzimmer zum Schauplatz eines Alptraums wird.

Jan Weiler war bis 2005 Chefredakteur des SZ-Magazins und hatte seinen Durchbruch als Autor mit seinem fiktiven, aber autobiografisch inspirierten und sehr humorvollen Roman »Maria, ihm schmeckt’s nicht!«, für dessen Verfilmung 2009 er auch das Drehbuch schrieb. EINGESCHLOSSENE GESELLSCHAFT erschien zunächst als Hörspiel. 2022 folgte die Verfilmung in der Regie von Sönke Wortmann, der die Komödie als eine Art Fortsetzung seiner Kinoadaption von FRAU MÜLLER MUSS WEG ansah – jenes Theaterstück von Lutz Hübner und Sarah Nemitz, das im WBT 162 Vorstellungen erlebte.