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Kartentelefon
Aki Kaurismäki
6 | WELTUNTERGÄNGE
Schauspiel.
Premiere A | Donnerstag, 18. April 2013 | 20 Uhr
Premiere B | Samstag, 20. April 2013 | 20 Uhr

Vorstellungsdauer | 1Std. 30 Min. | Keine Pause

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Vier Menschen, die versuchen, ihr Leben in den Griff zu bekommen, miteinander, nebeneinander oder gegeneinander: Seit acht Wochen hat Nadja die Wohnung nicht mehr verlassen. Sie hat Angst, daß ihr auf der etwas passieren könnte. Ein Anschlag. Eine Bombe. Vor ihrem selbsternannten Freiheitsentzug lernt sie in einer Bar Andy kennen. Obwohl sie ihn für einen Strumpfhosenmörder hält, verabredet sie sich mit ihm. Voller Vorfreude auf ein Rendezvous schaut er wenig später bei ihr vorbei. Es gibt Gin Tonic und Erdnüsse, doch der Abend läuft anders, als Andy es sich erwünscht hat.

Johanna und Johann sind ein ideales Paar, sie verabscheuen jegliches Mittelmaß und haben große Pläne. Sie halten ihre Liebe für etwas Einzigartiges und haben sich getrennt, nur um aufzuhören “ wenn es am schönsten ist“. Doch die beiden können nicht voneinander lassen und besiegeln ihre Liebe mit einem hedonistischen Plan. Getrieben von Euphorie und dem rauschhaften Verlangen ewiger Verbundenheit machen sie sich an die Vorbereitungen...

In zwei Geschichten legt der Autor die Ängste der Moderne frei, seziert Endzeitvorstellungen und lässt diese, nicht ohne Galgenhumor, in einer unglaublichen Überraschung enden.

Mark Becker ist seit der Spielzeit 2006/07 Hausautor und –regisseur am Oldenburgischen Staattheater. Sein Fußballkrimi Wir im Finale wurde 2004 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen und war 2005/06 am WBT zu sehen. Die „poppige mitunter tiefgehende Satire“ (FAZ) WELTUNTERGÄNGE schrieb er 2005 als Auftragswerk für das Staatstheater Mainz.

Inszenierung | Tanja Weidner
Bühne & Kostüme | Stefan Bleidorn

Mitwirkende | Florian Bender  [Andy] | Saskia Boden [Nadja] | Sven Heiß [Johann]  | Sabrina von der Sielhorst [Johanna]

Fotos © Kyoung Jae Cho


PRESSESTIMMEN

[...] Im indirekten Licht des schlicht-strengen Bühnenbildes von Stefan Bleidorn stellt Regisseurin Tanja Weidner die Paranoia der beteiligten Paare, deren Leben auf tragische Weise miteinander verknüpft ist, konzentriert in der Fokus. Im Wortreichen zweiten Teil der Aufführung lässt sie dem Unbehagen der Zuhörer der beiden Yuppie-Statements so viel Zeit zur Entfaltung, dass das originelle Schlussbild wie ein Schnappschuss wirkt, den man nicht so schnell vergisst.
Ultimo, 10.6.-23.6.2013

[...] Am Ende überlebt nur das vermeintlich schwächste Glied der Kette: Nadja, die auf ihre Ängste gehört hat und sich mit einer Gasmaske schützen konnte.
Ein reizvolles Konstrukt Beckers, mit dem Regisseurin Tanja Weidner bis zum Schluss spielt: Wenn am Ende Nadja mit einem Augenzwinkern und locker die Gasmaske schwingend sich als Überlebende präsentiert, ist das reizvoll und entlockt dem Publikum ein letztes Glucksen. [...]
Alle Akteure geben ihr Bestes: Florian Bender als so unsicherer, scheinbar schwanzgesteuerter Andy, Sven Heiß und Sabrina von der Sielhorst als typisches Double-Income-no-Kids-Paar Johann und Johanna, vor allem Saskia Boden als komplexbehaftete Nadja überzeugen.
Theater Pur, 19.04.2013